Békéscsaba liegt in einem Knotenpunkt des europäischen Verkehrsnetzes und gilt als das südöstlichste Tor von Ungarn und Mitteleuropa. Aufgrund der geographischen Lage und der guten Gegebenheiten finden Investoren und Geschäftsleute einen guten Standort in dieser Stadt und Region.
Hier dominiert die verarbeitende Industrie für landwirtschaftliche Produkte bzw. die Lebensmittelindustrie: Obst, Gemüse,Geflügel- und Schweinefleischprodukte der hiesigen Firmen kommen auf die wichtigsten internationalen Märkte. Druck-, Ziegel-,Textilindustrie, der Maschinenbau wie die Mühlenindustrie haben feste Traditionen in dieser Region.
Die Stadt Békéscsaba hat ein örtliches « Business Incubator Centre » ins Leben gerufen, um den kleineren und mittelständischen Unternehmungen zu helfen.
Die Stadt Békéscsaba liegt im Südosten Ungarns. Sie ist mit etwa 65.000 Einwohnern die größte Stadt im Komitat (Bezirk) Békés. Die Stadt selbst hat eine vergleichsweise kurze Geschichte. Nach den Befreiungskriegen von der türkischen Vorherrschaft Ende des 17.Jahrhunderts und einer verheerenden Pest im Jahre 1708 war der Landstrich praktisch nicht besiedelt.
Die Entwicklung der Region leitete ein Gutsbesitzer Harrukern ein: Sein Angebot der freien Religionsausübung lockte ab 1715/1717 Ansiedler aus Oberungarn. So entstand eine Stadt mit einer slowakischen Mehrheit. Die Religion und die Religionsausübung spielt eine bedeutende Rolle in Békéscsaba. So steht die größte evangelische Kirche Ungarn hier. Eine der Hauptstraßen ist nach Martin Luther benannt.
Wirtschaftlich hat die Stadt in der Zeit der Industrialisierung einen starken Aufschwung erlebt. Ähnlich wie in Wittenberg wirkte der beginnende Eisenbahnbau wie ein Katalysator. 1855 fuhr der erste Zug. Noch heute ist Békéscsaba ein bedeutender ungarischer Eisenbahnknotenpunkt. In der Innenstadt von Békéscsaba findet man sehr schöne Gebäude. Besonders zu erwähnen sind das Rathaus, das Theater, das Gymnasium und die Kirchen. Ähnlichkeiten zu Ostdeutschland gibt es auch bei den Problemen. Neben sehr schönen Gebäuden findet man auch Plattenbauten und Zweckarchitektur der 70-ziger Jahre, die heute den Eigentümern und den Stadtvätern Probleme bereiten.