500 Jahre später wird eine Reformationsdekade von 2008 bis 2017 gestaltet und zum öffentlichen Gespräch über die künftige Gestalt von Kirche, Gesellschaft und Kultur aufrufen und nach Wittenberg eingeladen. Aktuelle Themen werden mit dem Leben und Werk Martin Luthers verknüpft.
In Wittenberg nahm am 31. Oktober 1517 die Reformation ihren Anfang. Martin Luther veränderte mit seinen 95 Thesen die Kirche und die Welt. Im September 1508 kam Luther nach Wittenberg.
Für viele Christen in der ganzen Welt hat der Name der Stadt durch Martin Luther und die Reformation eine besondere Bedeutung. Hier finden sie den Ausgangspunkt ihrer Religiösität und ihrer kirchlichen Strukturen. Der Name Wittenberg steht für Erneuerung im spirituellen und gesellschaftlichen Bereich.
Martin Luther erhält 1512 an der Wittenberger Universität «Leucorea» die Bibelprofessur. Sein Ringen um religiöse Erkenntnis mündete in die Abfassung der 95 Thesen gegen den Ablasshandel, die er am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche angeschlagen hat.
Die Symbolkraft Wittenbergs hat nichts von ihrer geistigen Inspiration und geistlichen Kraft verloren. Das liegt nicht nur an den noch vorhandenen Originalschauplätzen, sondern am lebendigen Erbe der Reformation selbst. Das Museum im Lutherhaus, heute getragen von der Stiftung Luthergedenkstätten, präsentiert seit über 100 Jahren die umfassendste reformationsgeschichtliche Sammlung der Welt.